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Mit Datum vom 25.10.1901 unter­brei­te­te die Feu­er­wehr­ge­rä­te-Fabrik C.D. MAGIRUS, Ulm dem Bür­ger­meis­ter­amt einen Kos­ten­vor­anschlag für eine vier­räd­ri­ge Wagen­sprit­ze, hand­ge­zo­gen zum Preis von 835 Mark, bzw. für Pfer­de­zug zu 885 Mark. Die hand­ge­zo­ge­ne Sprit­ze, für die ein Zuschuß von 115 Mark sei­tens des Feu­er­wehr-Bezirks-Vor­stands gewährt wur­de, wur­de dann auch beschafft.

 

 

 

Zur dama­li­gen Zeit bestand die Feu­er­wehr Blick­wei­ler aus ver­schie­de­nen Mann­schaf­ten, die wie folgt bezeich­net und besetzt waren:

1. Coman­do: 5 Mann

2. Stei­ger­mann­schaft: 7 Mann

3. Sprit­zen­mann­schaft: 13 Mann

4. Wah­ser­mann­schaft: 10 Mann

5. Ord­nungs­mann­schaft: 12 Mann

In einer Haupt­ver­samm­lung, die am 14.09.1924 statt­fand, wur­de die Umwand­lung in eine "Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Blickweiler/Saar" beschlos­sen, die Sat­zung hier­über auf­ge­stellt und durch Beschluss des Gemein­de­ra­tes geneh­migt.

Ein Groß­ereig­nis für die Feu­er­wehr war der Bezirks­feu­er­wehr­tag, der am 22.05.1927 in Blick­wei­ler abge­hal­ten wur­de. Zum Höhe­punkt zähl­te eine Übung auf dem Schul­hof (dem heu­ti­gen Dorf­platz), wo sich angeb­lich beim Dre­schen ein Stroh­hau­fen von 8-10 Meter Höhe ent­zün­det hat­te und des­sen Flam­men auf den Dach­stuhl des Schul­hau­ses über­grif­fen. Aus die­sem Grun­de wur­de die Stadt­feu­er­wehr von Blies­kas­tel noch als Nach­bar­schafts­hil­fe ange­for­dert. Nach dem Abschluß der Übung erfolg­te dann der Vor­bei­marsch aller anwe­sen­den Weh­ren und anschlie­ßend fand in der Wirt­schaft Welsch, Blies­kas­te­ler Stra­ße 30, der Bezirks­feu­er­wehr­tag statt.

Jähr­lich im April wur­den die Feu­er­wehr­ver­samm­lun­gen abge­hal­ten, in denen mit dem anwe­sen­den Bür­ger­meis­ter auch die not­wen­di­gen Anschaf­fun­gen bespro­chen wur­den. So ist aus aus einem Schrei­ben vom 4.2.1937 an das Bezirks­amt St. Ing­bert fol­gen­der Text ersichtlich:"Die Erstel­lung des Sprit­zen­hau­ses erfolgt vorraus­sicht­lich im nächs­ten Monat. Der Bau­plan ist nun erstellt und wird in den nächs­ten Tagen zur bau­po­li­zei­li­chen Geneh­mi­gung vor­ge­legt." Daß die Haus­halts­mit­tel der Gemein­de knapp waren, geht aus dem Schrei­ben von Wehr­füh­rer Alfons Schön­dorf, vom 17.8.1938 her­vor, in dem er der Gemein­de mit­teilt, daß es im Kreis St. Ing­bert noch 3 Gemein­den gibt, in denen die Weh­ren noch nicht uni­for­miert sind: Hab­kir­chen, Bebels­heim und Blick­wei­ler.

Es folg­ten die Kriegs­jah­re.