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Bei Ret­tungs- und Ein­satz­übun­gen unter Atem­schutz ist hoch­wer­ti­ges und rea­lis­ti­sches Übungs­ma­te­ri­al sehr wich­tig. Aller­lei Hilfs­mit­tel wie z.B. simu­lier­ter, harm­lo­ser Rauch oder spe­zi­el­le Geräusch­skul­lis­sen hel­fen den Übungs­teil­neh­mern die Ein­satz-Situa­ti­on rea­lis­tisch üben zu kön­nen. Eines der wich­tigs­ten Werk­zeu­ge ist hier­bei eine soge­nann­te Übungs­pup­pe, die eine zu ret­ten­de Per­son dar­stellt. Dabei ist das Gewicht und das ana­to­misch kor­rek­te Ver­hal­ten der Glied­ma­ßen eben­so wich­tig, wie eine robus­te Bau­wei­se.

Idee des Selbst­baus
Schon im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de die Idee gebo­ren, sich so eine Pup­pe selbst anzu­schaf­fen, da wir bis dahin immer auf die Übungs­pup­pe des Lösch­be­zirk Blies­kas­tel Mit­te zurück­grei­fen muss­ten. Das hat auch immer pro­blem­los funk­tio­niert, aller­dings war der Trans­port und die ter­min­li­che Koor­di­na­ti­on immer recht auf­wän­dig. Somit stell­te sich zu Beginn die Fra­ge: "Kau­fen oder Selbst­bau­en? "
 

In Anbe­tracht der hohen Inves­ti­ti­ons­kos­ten einer qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Übungs­pup­pe von meh­re­ren hun­dert Euro haben wir uns für eine Selbst­bau­lö­sung ent­schie­den. Neben dem gemein­sa­men Spass beim Bau, war vor Allem die Zweck­mä­ßig­keit und Anpas­sungs­fä­hig­keit der Übungs­pup­pe für uns ent­schei­dend.

Auf­bau

Eine Anlei­tung war schnell gefun­den, wir ori­en­tier­ten uns an dem Plan von Atemschutzunfälle.de. Die Pup­pe besteht im wesent­li­chen aus einem Ske­lett von sand­ge­füll­ten C-Schläu­chen, die an einer Rumpf­plat­te gebün­delt und befes­tigt wer­den. Die C-Schläu­che sind an bestimm­ten Stel­len ver­nie­tet um die Gelen­ke der Arme und Bei­ne dar­stel­len zu kön­nen. Das Schlauch-Ske­lett wird dann mit ver­schie­den alten Lum­pen und Decken umwi­ckelt, um die Mus­kel­par­ti­en abzubilden.Ein Arbeit­sover­all bil­det die Haut. Ein­ge­klei­det wird die Pup­pe mit aus­ge­dien­ter Ein­satz­klei­dung. Ins­ge­samt wiegt der Dum­my nun ca. 70 kg.
 

Gemein­sam
Arbeits­uten­si­li­en und die Mate­ria­li­en wur­den von dem För­der­ver­ein der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Blick­wei­ler e.V. über­nom­men. Die Jugend­feu­er­wehr hat die Schläu­che zurecht­ge­schnit­ten, mar­kiert und gebohrt. Eini­ge Kame­ra­den der akti­ven Wehr haben dann die schwe­ren Arbei­ten durch­ge­führt.

Alles in Allem sind ca. 20 Arbeit­stun­den in die Umset­zung ein­ge­flos­sen und das Resul­tat kann sich sehen las­sen.

Ers­te Bewäh­rungs­pro­be
Im Rah­men einer der letz­ten Übun­gen wur­de der Dum­my auf Herz und Nie­ren getes­tet. Im rau­hen Umgang konn­te man noch klei­ne­re Schwach­stel­len erken­nen, aber ins­ge­samt ist die Pup­pe mehr als taug­lich und leis­tet uns in Zukunft gute Diens­te in den prak­ti­schen Aus­bil­dun­gen. Das rea­lis­ti­sche Kampf­ge­wicht von knapp 70 kg wird uns sicher noch ein paar Schweiss­per­len auf die Stirn trei­ben.. aber das war ja auch der Plan.

Vie­len Dank an Alle die mit­ge­hol­fen haben.