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Feuerlöscher Grundsätzlich wird die Feuerwehr immer dann tätig, wenn Gefahr in Verzug ist um eine akute Notlage für das Leben und die Gesundheit von Menschen oder Tieren sowie die Bedrohung von Sach- und Umweltwerten abzuwenden. Ein Einsatz der Feuerwehr ist grundsätzlich kostenfrei wenn diese Vorraussetzungen erfüllt sind. Zögern Sie also nicht eine Notsituation unter der bekannten Notfallnummer 112 zu melden, lieber kommen wir einmal zu viel als einmal zu spät.

Der Einsatz beginnt für den Feuerwehrangehörigen mit dem Zeitpunkt der Alarmierung. Hier wollen wir kurz den grundsätzlichen Ablauf eines Einsatzes und die Besonderheiten dahinter darstellen.

Alarmierung
In Blickweiler werden alle Feuerwehrleute über analoge und digitale Meldeempfänger alarmiert. Diese Geräte, umgangssprachlich auch "Piepser" genannt, werden von der saarländischen Haupt-Einsatz-Zentrale (HEZ) in Saarbrücken ausgelöst. Die Feuerwehrmänner haben die Meldempfänger nach Möglichkeit immer mit sich zu führen um schnell an Einsätzen teilnehmen zu können.

Anfahrt zum Gerätehaus
Mit dem Zeitpunkt der Alarmierung hat sich der Feuerwehrmann, wenn er körperlich und geistig einsatzfähig ist, umgehend unter gebührendem Verhalten und Beachtung der StVo zum Gerätehaus zu begeben. "Sicher ankommen" heisst die Devise und das ist auch ein Grundsatz den wir vertreten. Wir brauchen keine Dachaufsetzer, Blinklichter oder Warnblinklicht und Lichthupe um zu unseren Einsätzen zu kommen. Man spart keine Zeit und stellt die Feuerwehrarbeit in der Öffentlichkeit womöglich in ein schlechtes Licht.

Helme Ausrücken
Im Gerätehaus übernimmt der erste eintreffende Feuerwehrmann das Funkgerät unseres Löschfahrzeuges und meldet sich bei der Einsatz-Zentrale. Dann erfahren wir nähere Informationen zu dem Einsatz. Während die Feuerwehrmänner eintreffen und ihre Einsatzkleidung anlegen erfolgt schon die Einteilung der verschiedenen Funktionen. Wer ist Gruppenführe? Wer ist Maschinist (Fahrer und Bediener des Löschfahrzeug)? Wer ist Atemschutzgeräteträger ? Wer ist Truppführer? usw. Dies ist die Aufgabe des Gruppenführers des Löschfahrzeuges. Nachdem genügend Feuerwehrleute eingetroffen und eingeteilt wurden, rückt die Mannschaft mit dem Fahrzeug zur Einsatzstelle aus. Die Einsatz-Zentrale in Saarbrücken wird dabei über die Mannschaftsstärke und Ausrückzeit informiert.

Anfahrt Anfahrt Einsatzstelle
Schon während der Fahrt sammelt der Gruppenführer weitere Informationen zu dem Einsatz und trifft erste Entscheidungen, teilt die Aufgaben zu und gibt Befehle an die Mannschaft. Beispielweise werden bei einem Brandeinsatz die Atemschutzgeräteträger angewiesen die Atemschutzgeräte anzulegen.
 

Antreten Ankunft Einsatzstelle
An der Einsatzstelle beginnt der Gruppenführer sofort mit der Erkundung der Lage. Dies kann dazu führen, dass die Mannschaft zuerst hinter dem Fahrzeug antritt oder sogar im Fahrzeug verbleibt, während der Gruppenführer die Einsatzstelle ansieht oder beteiligte Personen befragt. Erst wenn die Lage und die Gefahren erkannt sind, werden die Maßnahmen durchgeführt und die entsprechenden Befehle ausgegeben.
 

Befehlsgebung Betroffene oder unbteiligte Bürger reagieren hier meist verwundert, da sie mit einem hektisch heranbrausenden Haufen von Feuerwehrleuten rechnen, die sich ohne "Zeit zu verlieren" auf den Einsatz stürzen. Dem ist halt nicht so. Eine umfangreiche Erkundung und die daraus abgeleiteten Einsatzbefehle machen einen erfolgreichen Einsatz aus.
 

Innenangriff Einsatzablauf
Kein Einsatz gleicht dem Anderen, Jede Lage erfordert individuelle Maßnahmen. Für die Bürger ist es auf den den ersten Blick nicht ersichtlich was an der Einsatzstelle geschieht und welche Maßnahmen erfolgen. So ist z.B. bei fast jedem Brandeinsatz eine Brandbekämpfung im Inneren eines Gebäudes am effektivsten und sichersten, da man direkt am Brandherd das Feuer bekämpfen kann und somit Wasserschäden vermieden werden.

fw_hp_800_600_092 Von Aussen kann man dies nicht erkennen und man sieht vielleicht nur vermeintlich untätige Feuerwehrmänner, die "Nichts" unternehmen. Auch sind ungeordnete Löschangriffe von Aussen in Fenstern und andere Gebäudeöffnungen oft nicht effektiv und führen meist nur zu Wasserschäden. Beispielweise macht es bei einem Dachstuhlbrand wenig Sinn auf das noch intakte Dach Wasser zu geben, da es ja dafür gebaut wurde Wasser abzuhalten.

Vertrauen Sie uns, der Einsatzleiter hat die nötige Ausbildung und Erfahrung um die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Verlassen der Einsatzstelle
Mit Abschluss der Einsatzmaßnahmen wird die Einsatzstelle gesichert und dem Besitzer oder den zuständigen Behörden übergeben. Nachkontrollen oder Brandwachen bei Brandeinsätzen sind dabei üblich und liegen in der Verantwortung des Einsatzleiters. Die Übergabe der Einsatzstelle wird dokumentiert.

image082 Einsatzbereitschaft
Nach Ankunft im Feuerwehrgerätehaus wartet dann noch jede Menge Arbeit auf uns. Es gilt die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen und die Gerätschaften und Ausrüstung zu reinigen. Bei einem Atemschutzeinsatz müssen die Atemschutzgeräte zur zentralen Atemschutzwerkstatt nach Blieskastel gebracht werden, wo sie ebenfalls für den nächsten Einsatz gereinigt und gewartet werden.