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Stand­ort
Der Bestand des aktu­el­len Gerä­te­hau­ses ist auf Grund der maro­den Sub­stanz nur mit erheb­li­chen Auf­wen­dun­gen zu sanie­ren, die Bestands­si­tua­ti­on machen einen Umbau zu einem nach heu­ti­gen Stan­dards erfor­der­li­chen Funk­ti­ons­bau unmög­lich, so dass allein ein Total­ab­riss in Betracht zu zie­hen ist.

Als Stand­ort bie­tet sich das Gelän­de um die Turn- und Kul­tur­hal­le in der Stra­ße „Zum Rosen­hof“ an, wel­ches sich bereits im Besitz der Stadt Blies­kas­tel befin­det. Der süd­li­che Bereich an dem Ein­gang der Turn­hal­le weist ein­deu­ti­ge Stand­ort­vor­tei­le auf:

– Die Ver­län­ge­rung der Stra­ße „Zum Rosen­hof“ ist direkt und vor allem ohne gro­ße Behin­de­rung von sons­ti­gen Nut­zun­gen als Zufahrt zur Fahr­zeug­hal­le zu nut­zen. Ver- und Ent­sor­gungs­lei­tun­gen lie­gen in unmit­tel­ba­rer Nähe.
– Park­flä­chen sind vor­han­den.
– Die Vor­flä­che ist als Übungs­ge­län­de zu nut­zen.
– Gerin­ger Auf­wand für teu­re Erd­ar­bei­ten.
– Eine Anbin­dung an die zuletzt sanier­te Hei­zungs­an­la­ge der Turn­hal­le kann geprüft wer­den.

Gebäu­de­kon­zept
Basis der Pla­nung bil­det das gemein­sam auf­ge­stell­te Raum­buch. Die­ses ori­en­tiert sich zunächst grund­sätz­lich an den Anfor­de­run­gen der DIN 14092-1 „Pla­nungs­grund­la­gen für Feu­er­wehr­häu­ser“. Dar­über hin­aus wur­den vor­han­de­ner Raum­be­darf und optio­na­le zukünf­ti­ge Ent­wick­lun­gen mit berück­sich­tigt. Gro­ßen Wert wur­de auf die funk­tio­na­le Opti­mie­rung des Gebäu­des gelegt.

Das Gebäu­de besteht aus einem ein­ge­schos­si­gen Flach­bau mit den Sozi­al- und Neben­räu­men und einer ange­schlos­se­nen Fahr­zeug­hal­le. In der Fahr­zeug­hal­le befin­den sich neben dem Abstell­platz für ein Fahr­zeug ≥ 8,0m noch ein optio­na­ler Stell­platz, der ent­we­der für ein gleich­wer­ti­ges Fahr­zeug, oder als Lager­be­reich genutzt wird. Außer­dem ist der Werk­statt­be­reich sowie Stie­fel­wasch­platz und die Gerä­te­säu­be­rung vor­han­den. Eine Tren­nung von Schwarz-Weiss-Bereich ist vor­ge­se­hen und beach­tet.

Anschlie­ßend folgt der Zugang zu den Sozi­al­räu­men. Nach Damen und Her­ren getrenn­te Umklei­de­räu­me jeweils mit Spin­den und Sani­tär­an­la­gen WC Bereich und Dusche. Dem Büro­raum folgt anschlie­ßend die Ein­gangs- und Gar­de­ro­ben­zo­ne für den Schu­lungs- und Ver­samm­lungs­raum. Direkt vom Schu­lungs­raum zugäng­lich ist der Küchen und Lager­be­reich.

 

Bau­wei­se und Kos­ten­schät­zung
Das Gerä­te­haus wird bis auf die Boden­plat­te und die Trenn­wand zur Fahr­zeug­hal­le kom­plett in Holz­bau­wei­se errich­tet wer­den. Neben den öko­lo­gi­schen und ener­ge­ti­schen Aspek­ten bie­tet der Holz­bau auch vie­le Vor­tei­le im Bau­ab­lauf. Durch wei­test­ge­hen­de Vor­fer­ti­gung von gan­zen Wand- und Decken­ele­men­ten im Werk kann einer­seits eine höhe­re Qua­li­tät in der Aus­füh­rung erzielt wer­den. Dies führt zu kür­ze­ren Bau­zei­ten und dadurch auch zu einer Redu­zie­rung der Kos­ten.

Wei­te­re Ein­spa­run­gen wer­den durch die redu­zier­te Gebäu­de­form, den Ver­zicht auf auf­wen­di­gen Innen­aus­bau sowie Ver­wen­dung von kos­ten­güns­ti­gen Bau­ma­te­ria­li­en bei glei­chen Qua­li­täts­an­for­de­run­gen erreicht. Die Anbin­dung des Gerä­te­hau­ses an die Hei­zung der Turn­hal­le ist vor­aus­ge­setzt tech­ni­scher Mach­bar­keit ein wei­te­re Bau­stein in einer Viel­zahl wei­te­rer mög­li­cher Maß­nah­men zur Kos­ten­mi­ni­mie­rung.

Die Kos­ten­schät­zung beruht auf sta­tis­tisch plau­si­bi­li­sier­ten Ein­heits­wer­ten der Bau­bran­che. Der geschätz­te Gesamt­be­trag aller mit dem Bau ver­bun­de­nen Kos­ten beläuft sich auf ca. 390.000 Euro unter Berück­sich­ti­gung der zum jet­zi­gen Zeit­punkt bekann­ten Rah­men­be­din­gun­gen.
 

Adap­ti­on und Über­trag­bar­keit
Das Kon­zept lässt sich in grund­sätz­li­chen Zügen auch auf ande­re Lösch­be­zir­ke über­tra­gen und kann durch den pla­ne­ri­schen wie bau­tech­ni­schen modu­la­ren Grund­ge­dan­ken adap­tiert wer­den. Es ergibt sich somit die theo­re­ti­sche Mög­lich­keit eine stan­dar­di­sier­te Bau­wei­se für Blies­kas­te­ler Feu­er­wehr­ge­rä­te­häu­ser zu erar­bei­ten, die in der Umset­zung und Pla­nung deut­li­che Kos­ten­vor­tei­le erzie­len kön­nen.