Übung mit der Rettungshundestaffel

September 13, 2013 in Aktuelles 2013, Allgemein, Archiv 2013, Ausbildung von Frank A.

Am 09.09.13 führten wir eine groß angelegte Rettungsübung in der Klingenklamm im Blickweiler Wald durch. Vor ein paar Jahren wurde dort der Wanderweg „Am alten Berg“ angelegt und die Strecke erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei den Wanderern.

Somit liegt es nahe den Ernstfall für einen Unfall in diesem unwegsamen Gelände zu proben. Mit normalen Feuerwehrfahrzeugen kann man nur schwer oder gar nicht in das Gebiet gelangen, weiterhin ist das Gelände unübersichtlich, verwuchert und morastig. Ein Horrorszenario für alle Hilfskräfte, da jedes Ausrüstungsteil von Hand über mehrere Hundert Meter herangeschafft werden muss.

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Für die Einsatzplanung war von Beginn an klar, dass externe Kräfte mit alarmiert werden müssen. Dabei bietet sich die neu gegründete Rettungshundestaffel der Feuerwehr der Stadt Blieskastel als idealer Partner zu Suche der vermissten Personen an. Die Höhensicherungstruppe übernimmt die Eigensicherung der Retter im steilen Gelände und ein benachrichtigter Privatmann mit geländegängigem Fahrzeug bringt die Gerätschaften zum Einsatzort.

Die Übung begann um 19 Uhr bei Einbruch der Dämmerung. Eine männliche Person wurde seit 3 Stunden auf dem Wanderpfad vermisst. Die Einsatzleitung ließ sofort die Rettungshundestaffel und weitere Kräfte alarmieren.

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Mit zwei erfahrenen Flächenteams der Rettungshundestaffel (Wolfgang Schmidt mit Spikey und Kristina Heyne mit Neo) wurde nach der vermissten Person gesucht, während sich die Einsatzkräfte am Sammelpunkt vorbereiteten.

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Nach 3 Minuten war die Person mit „gebrochenen“ Beinen in der Schlucht von den Hunden gefunden worden. Nun wurden die Rettungskräfte losgeschickt. Mit Hilfe des G-Mercedes von Jens Kiefer wurde das Strom-Aggregat und Beleuchtungsgerät zum Einsatzort gebracht. Nur ein solches Fahrzeug kommt durch dieses unwegsame Gelände. Die Mannschaft folgte dann mit leichtem Gerät zu Fuß.

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Vor Ort wurde dann eine Beleuchtung aufgebaut und die Person unter Beachtung der Eigensicherung mit Leinen, Trage und Steckleiter aus der Schlucht gerettet.

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Vom Zeitpunkt der Alarmierung bis zur Übergabe des Patienten an den Rettungsdienst verging keine halbe Stunde.

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Mit dieser Übung konnten wir uns recht detailliert ein Bild über die Schwierigkeiten bei solchen Einsätzen in diesem Gebiet machen und entsprechende Maßnahmen schon im Voraus planen. Ohne die Rettungshundestaffel und einem voll geländegängigem, kleinem Fahrzeug mit geübtem Fahrer, wäre dieser Einsatz zu einer zeit- und kräfteraubenden Angelegenheit geworden.

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Vielen Dank an Alle Beteiligten für Ihren Einsatz. Vor Allem das Team der Rettungshundestaffel „Saar-Pfalz-Pfoten“ um Harry Stanka und Kristina Heyne und dem Geländewagenfahrer Jens Kiefer.